I’m on F.I.R.E – Meine Motivation für meine Anlagestrategie und diesen Channel

Wer hat ihn nicht, den Traum vom zeitigen Abschied aus dem Arbeitsleben und Einstieg ins Privatier-Dasein mit einem komfortablen Einkommen aus Mieten, Zinsen und Dividenden, und dies an einem Ort, an welchem andere ihre Urlaube verbringen?

Unser Ziel: Leben, wo andere Urlaub machen – Miyakojima, Okinawa Pref., Japan

Meine Frau und ich hatten schon seit Beginn unserer beruflichen Karrieren den Plan vorzeitig aus dem Berufsleben auszuscheiden und uns voll unserem Privatleben zu widmen, obwohl wir beide Spaß an unseren jeweiligen Berufen haben. Arbeit ist eben nicht alles im Leben. Da gibt es noch ein Leben drum herum, das gemeinsam gelebt und genossen werden will!

Mit unseren ersten gemeinsamen Investitionen Anfang der 2000er Jahre kristallisierte sich auch bald unser Ziel heraus, Ende 2023 mit der Vollzeitarbeit aufzuhören, ins Privatier-Dasein und – ganz beschäftigungslos werden wir wohl nie bleiben – in den „Teilzeit-Ruhestand“ zu wechseln. Allerdings standen wir von Beginn an vor der Herausforderung eine adäquate Investitionstrategie für den Vermögensaufbau auf Basis von kontinuierlichen Ertragszuflüssen zu entwickeln und entprechende Anlageobjekte zu finden, welche mit hinreichend kontrolliertem Risiko kontinuierlich ausreichend Rendite erzielen.

Erträge und Risiken im Gleichgewicht für kontinuierliches Passiv-Einkommen und Vermögenszuwachs

Wie viele andere begannen wir Anfang 2000 unsere Investitionsreise erst mit einzelnen Aktien, unter anderem der Deutschen Telekom – sehr schlechtes Investment -, von SAP, Siemens, BASF etc., mit ein paar Aktienfonds, z.B. dem Carmignac Patrimoine, und einer auf Kredit finanzierten, fremdvermieteten Immobilie. Später kamen und gingen diverse ETFs, weitere Einzelaktien und Unternehmensanleihen, alles zusammen ein bunter Mix aus wachstums- und einkommensorientierten Wertpapieren ohne echte Strategie. Wir waren typische „Nebenerwerbs“-Anleger mit etwas mehr Antrieb und Interesse als der übliche Durschnittsbürger und -sparer.

Weg und Ziel kommen zusammen!

Momentum und Richtung gewann das Thema „einkommensorientierte Investitionsstrategie“ mit dem Ausscheiden aus meinem Hauptberuf mit Abfindung im März 2020 und dem Verkauf unserer Immobilie im Juni 2020. Damit hatten wir auf einmal Bargeld in mittlerer, 6-stelliger Höhe zur Verfügung, welches nun mit Blick auf den vorzeitigen Ausstieg verstärkt einkommensorientiert angelegt werden wollten.
Ich begann also meine Recherche zu einkommensorientierten Investitionsstrategien. Ich startete meine Suche im deutschsprachigen Raum über die Anlage- und Wertpapierseite meiner Direkt-Bank (DiBa), bei deutschen Online-Brokerage Seiten (OnVista), sowie bei den für Wirtschafts- und Finanzartikel bekannten deutschen Online-Printprodukten (FAZ, Handelsblatt, Manager Magazin, etc.). Mit der Suche und den Empfehlungen wurde ich allerdings nur bedingt glücklich. Über die Wertpapiersuche meiner Direkt-Bank fand ich wenige Einzelaktien aus Deutschland, einige Aktien aus Europa und Übersee, welche Dividenden mit über 6 bzw. 7% Rendite ausschütteten. Es waren meist Papiere aus den Sektoren Telekommunikation (Telefonica, Freenet), Energie (Total, Repsol, BP), Rohstoffe (Rio Tinto, BHP, Fortescue), sowie Banken und Versicherungen (ING, Intesa Sanpaolo, SwissRe, Axa, Zürich, Wells Fargo etc.). Auffällig dabei, daß deutsche Aktien fehlen. Warum? Zu geringe Ausschüttungen, dazu erfolgen diese nur jährlich. Die Meinungen der Experten in den genutzten Medien waren zwar in ihrer Logik schlüssig, aber ihre Empfehlungen standardisiert, in ihrer Strategie ultra-konservativ, Wertzuwachs orientiert und somit renditearm. Sie lauteten fast immer auf einen Mix aus Standard-ETFs (DAX, Global, US und Emerging Markets von iShares, X-Tracker oder Lyxor etc.), sichere Staatsanleihen und Gold als Beimischung. Die Aussicht auf eine Durschnittsrendite von 3 bis 4% und die Aussicht die ETF-Papiere dafür regelmäßig entsprechend des Wertzuwachses verkaufen zu müssen, empfand ich als sehr enttäuschend.

Ich, nach meinen Recherchen im deutschsprachigen Raum

Ein neuer Ansatz musste her. Also dehnte ich meine Suche auf den englischsprachigen Raum aus und beschaffte mir ein Depot bei Interactive Brokers, um meinem Renditeziel entsprechend renditestarke Wertpapiere mit regelmäßiger, unterjähriger Ausschüttung (monatlich oder pro Quartal) erwerben zu können. Ich begann meine Recherchen auf den für Investoren einschlägigen Plattformen von Seeking Alpha, Mötley Fool, Zack und Investing.com. Ich erweiterte meine Suche auch auf YouTube und fand dort einige interessante und anregende Channels, unter anderen Dividend Bull, Let’s talk Money von Joseph Hogue und insbesondere Passive Income Investing von Adrian Starinieri. Ich abonnierte auch ein Premium-Abo bei Seeking Alpha, lese und analysiere seither intensiv die Artikel und Investmentempfehlungen der dort veröffentlichenden Autoren, sowie ca. 100+ einkommensorientierte Fonds und Aktien.
Die so gefundenen Anlageformen erachtete ich insbesondere bei entsprechender Diversifikation als Wertanlagen mit einem für mich adäquatem Chancen-Risiko-Profil für die Entwicklung eines Portfolios, welches mit unserem verfügbaren 6-stelligen Kapital ein monatliches Einkommen erzeugt, das meiner Frau und mir ein komfortables Leben ermöglicht. Über die Zeit bis heute habe ich damit ein Portfolio mit ca. 50 Einzelwerten aufgebaut und meine Zuversicht in passive Einkommensinvestition als Anlagestrategie zurückgewonnen.

Zurück mit Zuversicht!

Warum will ich nun in diesem Blog und auf meinem Channel meine Erfahrung teilen? Zum Einen habe ich im deutschsprachigen Raum weder Beratung noch Empfehlungen gefunden, die auch nur annähernd ähnliche Renditechancen bieten und dabei trotzdem verhältnismäßig wertstabil sind, um den Kapitalstock zu erhalten bzw. zu vermehren.
Andererseits bin ich zwar von Haus aus Volkswirt, aber kein linzensierter Finanzberater sondern privater Investor. Ich kann daher keine Finanzberatung aussprechen oder Investitions empfehlungen geben. Stattdessen kann und möchte ich hier meine Erfahrungen der letzten Jahre und der Gegenwart teilen, meine Recherchen und Investitionsentscheidungen mit Euch teilen, als Anregung aus dem Tal der niedrigen Renditen auszubrechen und mittels renditeorientiertem „Compound-Investing“ebenfalls ein Vermögen aufzubauen, welches eher früher als später ein Leben als Privatier ermöglicht.

Ich wünsche dabei jedem viel Spaß und Erfolg!

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